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Die Tage rinnen dahin. In Kürze startet am 1. März der Wüstenklassiker „100km del Sahara“. In Tunesien werden dann rund 150 Starter aus der ganzen Welt in vier Tagen fünf Etappen absolvieren.
Mit dabei sind vier Läufer und zwei Walker aus dem Rhein-Main-Neckar-Raum. Seit September bereitet sich jeder individuell auf dieses Etappenrennen vor. Doch lange, langsame Läufe und kürzere Vorbereitungsrennen stehen bei allen auf dem Trainingsplan.
„Nur nicht übermütig werden und zu hart trainieren“, rät Claudia Gerling. Die Ladenburgerin hat die „100km del Sahara“ schon zweimal erfolgreich hinter sich gebracht und konnte mit dem 3. Platz bei den Damen im letzten Jahr sogar aufs Podium steigen. „Wer jetzt noch kurz vor Schluss einen Marathon läuft, tut sich keinen Gefallen. Bis Anfang März ist die Regenerationsphase dann viel zu kurz.“ Am Besten sei, im mittleren Pulsbereich locker und entspannt zu trainieren. „Wer sich dabei auf seinen Pulsmesser verlässt, hat schon gewonnen“, ist sie überzeugt.
Selbst der Veranstalter rät, die fünf Etappen nicht zu schnell anzugehen. „Langsam starten und wenn man merkt, dass man sich gut fühlt…langsamer weiterlaufen“. Mit diesen Worten stimmt er schon in der Ausschreibung auf das richtige Tempo ein. Neben der Länge der Strecken ist auch die Beschaffenheit und das Höhenprofil eine Herausforderung. Auf den ersten vier Etappen warten Geröll und zum Teil bergige Abschnitte auf die Extremsportler. Doch die Krönung verspricht die letzte Etappe. Am letzten Wettkampftag müssen die Langstreckenläufer rund 20 Kilometer in Sanddünen meistern. „Das wird ein noch mal ein riesiger Kraftakt zum Schluss. Und da am Vortag die Marathondistanz zu überwinden ist, haben alle ganz besonders müde Beine“, sagt Gerling. „Umso schöner ist es, wenn alle das Ziel erreicht haben, die Beine hoch legen können und sich über darüber freuen, sich selbst bezwungen zu haben.“
„Das ganze ist natürlich auch ein tolles Erlebnis“, schwärmt sie. „Übernachten in Beduinenzelten, Laufen, wo sonst nie Menschen hinkommen und dabei noch Laufverrückte aus allen Teilen der Welt treffen.“
Die sechs aus dem Rhein-Main-Neckar-Raum fühlen sich nach der langen Vorbereitung gut in Form und für das Abenteuer Wüste gerüstet.
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